Thema · Matratzenkauf Ratgeber: Der komplette Guide

Matratzenkauf Ratgeber: Der komplette Guide

Kurz gesagt

Einleitung

Matratzenkauf Ratgeber: Der komplette Guide

Wer eine neue Matratze kaufen möchte, steht schnell vor einer unübersichtlichen Auswahl: Dutzende Marken, verschiedene Materialien, unterschiedliche Härtegraden und Preisklassen von unter 100 bis über 2.000 Euro. Ohne Orientierung ist es leicht, eine Fehlentscheidung zu treffen – und mit der schläft man dann im schlimmsten Fall viele Jahre. Dieser Ratgeber gibt dir einen vollständigen Überblick über alle wichtigen Kaufkriterien, erklärt die Unterschiede zwischen den gängigen Matratzentypen und hilft dir dabei, systematisch zur richtigen Wahl zu kommen. Von der Checkliste über Materialien und Härtegraden bis hin zu typischen Fehlern beim Kauf – hier findest du alles, was du vor dem Kauf wissen solltest.

Die Matratzenkauf-Checkliste: Das Wichtigste auf einen Blick

Bevor du tiefer in die einzelnen Themen einsteigst, hilft eine strukturierte Checkliste dabei, den Überblick zu behalten. Diese Punkte solltest du vor jedem Matratzenkauf durchgehen:

  • Schlafposition klären: Schläfst du überwiegend auf dem Rücken, der Seite oder dem Bauch? Die Schlafposition beeinflusst maßgeblich, welcher Härtegrad und welches Material zu dir passt.Körpergewicht berücksichtigen: Das eigene Körpergewicht ist eines der wichtigsten Kriterien für die Wahl des richtigen Härtegrads.Maße bestimmen: Welche Größe braucht die Matratze? Passt sie ins vorhandene Bett oder wird auch ein neues Bettgestell benötigt?Material bevorzugen: Hast du Präferenzen für Schaumstoff, Federkern, Latex oder Spezialmaterialien wie Memory-Schaum?Budget festlegen: Wie viel möchtest oder kannst du ausgeben? Gute Matratzen gibt es in verschiedenen Preisklassen.Liegedauer einplanen: Wie lange ist die vorhandene Matratze schon in Nutzung? Ab etwa acht Jahren sollte eine Erneuerung in Betracht gezogen werden.Rückgabe- und Testmöglichkeiten prüfen: Bietet der Anbieter eine Probeliege-Periode an? Im Online-Handel sind 100 Nächte Testschlaf inzwischen Standard.Garantie und Qualitätszertifikate beachten: Achte auf Zertifizierungen wie OEKO-TEX® Standard 100, die auf schadstoffgeprüfte Materialien hinweisen.

Diese Punkte sind keine starre Reihenfolge, sondern ein Werkzeug, das dir hilft, strukturiert vorzugehen. Im Folgenden erklären wir jeden Aspekt ausführlich.

Materialüberblick: Welche Matratzentypen gibt es?

Der Markt unterscheidet im Wesentlichen zwischen vier großen Materialkategorien. Jede hat spezifische Eigenschaften, Vor- und Nachteile.

Kaltschaummatratzen

Kaltschaum ist eines der am weitesten verbreiteten Materialien im mittleren Preissegment. Entgegen dem Namen hat die Bezeichnung nichts mit Temperatur zu tun, sondern bezieht sich auf das Herstellungsverfahren: Der Schaum wird ohne Wärme aufgeschäumt.

Eigenschaften:

  • Gute Punktelastizität, das heißt, die Matratze gibt nur dort nach, wo Druck ausgeübt wirdRelativ leicht und handlichMeist gut anpassungsfähig an verschiedene KörperformenBreite Preisspanne von günstig bis hochwertig

Geeignet für: Die meisten Schlaftypen, besonders beliebt bei Seiten- und Rückenschläfern. Kaltschaummatratzen funktionieren gut auf Lattenrosten mit vielen beweglichen Leisten.

Weniger geeignet für: Menschen mit sehr hohem Körpergewicht (über 100–120 kg), da der Schaum schneller ermüden kann. Auch bei sehr starkem Schwitzen kann Kaltschaum an Grenzen stoßen, da die Luftzirkulation im Vergleich zu Federkernmatratzen eingeschränkter ist.

Federkernmatratzen

Federkernmatratzen nutzen ein Metallfedern-Innenleben, das entweder als verbundener Bonnellfederkern oder als einzeln eingenähter Taschenfederkern ausgeführt ist.

Bonnellfederkern: Die Federn sind miteinander verbunden und reagieren als Einheit. Das bedeutet weniger Punktelastizität – Bewegungen übertragen sich stärker auf den gesamten Kern. Bonnellfederkerne sind günstiger, aber für Paare mit unterschiedlichem Schlafverhalten weniger ideal.

Taschenfederkern: Jede Feder ist einzeln in einem Stoffsäckchen eingenäht und kann unabhängig reagieren. Das verbessert die Punktelastizität deutlich. Taschenfederkernmatratzen gelten als besonders atmungsaktiv und sind für viele Schläfer gut geeignet.

Geeignet für: Personen mit hohem Körpergewicht, Paare (besonders bei Taschenfederkern), Menschen, die viel schwitzen.

Weniger geeignet für: Bewegliche Lattenroste mit vielen einzelnen Leisten können den Federeffekt beeinträchtigen. Federkernmatratzen haben zudem ein höheres Gewicht und sind schwerer zu handhaben.

Latexmatratzen

Latexmatratzen bestehen entweder aus Naturlatex (gewonnen aus dem Saft des Kautschukbaums) oder aus Syntheselatex – oder einer Mischung aus beiden. Naturlatex ist teurer, hat aber eine sehr gute Ökobilanz und kommt ohne synthetische Zusätze aus.

Eigenschaften:

  • Sehr hohe PunktelastizitätGute LanglebigkeitAngenehmes, federndes LiegegefühlNaturlatex ist von Natur aus antimikrobiell

Geeignet für: Seitenschläfer, die eine gute Druckentlastung an Schulter und Hüfte suchen; Menschen, die Wert auf natürliche Materialien legen.

Weniger geeignet für: Personen mit Latexallergie (wichtig: vor dem Kauf abklären). Außerdem sind Latexmatratzen schwerer als Schaum- oder Federkernmatratzen, was das Wenden und Reinigen erschwert.

Memory-Schaum (Visco-Schaum)

Memory-Schaum ist ein druckempfindlicher Schaum, der sich durch Körperwärme verformt und langsam in seine ursprüngliche Form zurückfindet. Bekannt wurde das Material durch die NASA, die es ursprünglich für Raumfahrtanwendungen entwickelte.

Eigenschaften:

  • Passt sich eng an die Körperkontur anSehr gute DruckentlastungKein Rückfederungseffekt – für manche angenehm, für andere unangenehm (Einsinken-Gefühl)Neigt dazu, Wärme zu speichern

Geeignet für: Menschen mit Druckstellen oder Gelenkproblemen, Seitenschläfer, die eine enge Körperanpassung mögen.

Weniger geeignet für: Wärmeschläfer, Menschen, die sich nachts viel bewegen (der Schaum folgt der Bewegung verzögert). Kein Ersatz für medizinische Behandlungen bei Rückenproblemen.

Hybrid- und Kombinationsmatratzen

Viele Hersteller kombinieren verschiedene Materialien. Ein Klassiker ist die Kombination aus Taschenfederkern und Kaltschaum-Deckschicht, oder Taschenfederkern mit Memory-Schaum-Auflage. Solche Hybridmatratzen sollen die Vorteile beider Materialien vereinen.

Härtegrad: Welche Festigkeit ist die richtige?

Der Härtegrad einer Matratze ist eines der am häufigsten diskutierten Kriterien – und gleichzeitig eines, bei dem viele Kaufende einen Fehler machen: Sie wählen den Härtegrad nach persönlichem Gefühl beim kurzen Draufsetzen im Geschäft, statt nach den eigenen objektiven Körpermaßen.

Die gängigen Härtegradstufen

Es gibt keine einheitliche, gesetzlich geregelte Skala für Härtegraden. Die meisten Hersteller verwenden jedoch ähnliche Bezeichnungen:

Bezeichnung Empfohlenes Körpergewicht (ca.)
H1 (sehr weich) bis ca. 60 kg
H2 (weich) ca. 60–80 kg
H3 (mittel-fest) ca. 80–100 kg
H4 (fest) ca. 100–120 kg
H5 (sehr fest) über 120 kg

Wichtig: Diese Tabelle ist eine grobe Orientierung. Hersteller definieren die Grenzen unterschiedlich. Manche Marken führen nur H2, H3 und H4, andere haben feinere Abstufungen. Vergleiche immer die konkreten Angaben des jeweiligen Herstellers.

Schlafposition und Härtegrad

Das Körpergewicht allein reicht nicht aus. Die Schlafposition spielt ebenfalls eine wichtige Rolle:

Seitenschläfer brauchen eine Matratze, die Schulter und Hüfte ausreichend einsinken lässt, damit die Wirbelsäule gerade liegt. Zu harte Matratzen können bei Seitenschläfern zu Druckpunkten an den Schultern und Hüften führen. Seitenschläfer wählen daher tendenziell eine Stufe weicher als reine Rückenschläfer.

Rückenschläfer profitieren in der Regel von einer mittelfesten bis festen Matratze (H3), die die Lendenwirbelsäule gut unterstützt, ohne den Rücken durchhängen zu lassen.

Bauchschläfer benötigen eine eher feste Matratze, damit die Hüfte nicht zu tief einsinkt und die Wirbelsäule gekrümmt wird. Da Bauchschlafen generell als ungünstige Schlafposition gilt, ist es schwierig, eine Matratze zu finden, die diese Position vollständig kompensiert.

Schulterzone und Zonenaufbau

Viele Matratzen sind heute in mehreren Zonen aufgebaut – typischerweise sieben Liegezonen. Diese Zonen haben unterschiedliche Festigkeiten: Die Schulterzone ist weicher, damit die Schulter einsinken kann; die Hüft- und Lendenzone ist fester für Unterstützung; die Beinzone ist wieder leicht weicher. Ein guter Zonenaufbau kann dabei helfen, den Körper optimal zu unterstützen – allerdings nur, wenn die Körpergröße auch zur Zoneneinteilung passt. Sehr große oder sehr kleine Menschen sollten prüfen, ob die Zonen an den richtigen Stellen liegen.

Größe: Welche Matratzenmaße brauche ich?

Die richtige Größe ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der praktischen Passform ins Bett oder den Bettrahmen.

Standardmaße im Überblick

Einzelmatratzen:

  • 80 × 200 cm: Schmalstes Standardmaß, häufig in Jugendzimmern oder als Gästematratze90 × 200 cm: Das häufigste Maß für Einzelbetten100 × 200 cm: Etwas mehr Platz, gut für unruhige Schläfer

Doppelmatratzen (für Ehebetten / Doppelbetten):

  • 140 × 200 cm: Klassisches Doppelbettmaß, aber für zwei Personen eher eng160 × 200 cm: Gängiges Maß für Paare180 × 200 cm: Mehr Platz pro Person, für Paare empfehlenswert200 × 200 cm: Maximaler Komfort, weniger verbreitet

Länge: 200 cm ist das Standardmaß. Personen über 185 cm Körpergröße sollten Matratzen in 220 cm Länge in Betracht ziehen, die inzwischen von vielen Herstellern angeboten werden. Die Faustregel: Die Matratze sollte mindestens 20 cm länger sein als die Körpergröße.

Einzelmatratzen für Paare: Sinnvoll oder nicht?

Viele Schlafexperten empfehlen für Paare zwei separate Einzelmatratzen (je 90 × 200 cm) statt einer großen Doppelmatratze (180 × 200 cm). Die Vorteile: Jeder kann seinen eigenen Härtegrad wählen, Bewegungen übertragen sich nicht, und die Matratzen sind einfacher zu transportieren und zu wenden. Der Nachteil: Eine Lücke in der Mitte kann je nach Bettrahmen entstehen, obwohl es dafür spezielle Verbindungsbrücken gibt.

Passt die Matratze ins Bett?

Beim Kauf einer neuen Matratze solltest du immer zuerst die Innenmaße des vorhandenen Bettgestells messen – nicht die Außenmaße. Matratzen sollten passgenau sitzen, da ein zu großes Spaltmaß zwischen Matratze und Bettrahmen unangenehm sein und die Matratze beschädigen kann.

Budget: Was kostet eine gute Matratze?

Der Preis einer Matratze kann von unter 100 Euro bis weit über 2.000 Euro reichen. Doch was bekommt man in welcher Preisklasse?

Günstige Matratzen (unter 300 Euro)

In dieser Preisklasse findet man überwiegend einfache Kaltschaummatratzen oder Bonnellfederkernmatratzen. Sie eignen sich als Gästematratzen, für Kinderbetten oder als Übergangslösung. Als dauerhaft genutzte Schlafunterlage für Erwachsene haben günstige Matratzen oft eine eingeschränkte Lebensdauer und bieten weniger differenzierten Liegekomfort.

Das bedeutet nicht, dass es keine soliden Matratzen unter 300 Euro gibt – aber die Auswahl ist eingeschränkt, und Qualitätszertifikate sollte man umso sorgfältiger prüfen.

Mittleres Segment (300–800 Euro)

Hier beginnt das Segment der empfehlenswerten Alltagsmatratzen. Viele Online-Matratzen-Marken (sogenannte Bed-in-a-Box-Anbieter) sind in diesem Bereich angesiedelt. Man bekommt gut verarbeitete Kaltschaum-, Taschenfederkern- oder Hybridmatratzen mit gutem Zonenaufbau, Qualitätszertifikaten und langen Testperioden. Für die meisten Schlafenden ist dieses Segment ausreichend.

Gehobenes Segment (800–1.500 Euro)

In diesem Bereich findet man hochwertige Materialien, feinere Zonierungen, Naturlatex-Optionen und aufwendigere Bezüge (z. B. mit Klimafasern oder Naturfasern). Auch namhafte Traditionshersteller sind hier vertreten. Für Personen mit besonderen Anforderungen an Liegegefühl oder Materialqualität kann sich die Investition lohnen.

Luxussegment (über 1.500 Euro)

Handgefertigte Matratzen, exklusive Naturmaterialien, individuelle Härtegradkombinationen. In diesem Bereich zahlt man auch für Marke und Prestige. Objektiv besser schlafen als im mittleren Segment muss man deswegen nicht zwingend.

Investitionsrechnung: Was ist eine Matratze wert?

Eine Matratze wird in der Regel acht bis zehn Jahre genutzt. Eine 600-Euro-Matratze kostet damit umgerechnet etwa 60 bis 75 Euro pro Jahr – oder weniger als 20 Cent pro Nacht. Wer den Kauf so betrachtet, merkt schnell, dass es sich lohnen kann, etwas mehr zu investieren, statt bei der Schlafqualität zu sparen.

Häufige Fehler beim Matratzenkauf

Selbst informierte Käufer machen beim Matratzenkauf typische Fehler. Hier sind die häufigsten – und wie du sie vermeidest.

Fehler 1: Den Härtegrad nach dem kurzen Probliegen bestimmen

Im Möbelhaus legt man sich für zwei bis drei Minuten auf eine Matratze und denkt, man kann damit den richtigen Härtegrad einschätzen. Das funktioniert nicht. Der Körper braucht mehrere Nächte, um eine Matratze wirklich zu beurteilen. Nutze deshalb Probeliege-Perioden von Onlineanbietern, die in der Regel 100 Nächte betragen.

Fehler 2: Körpergewicht ignorieren

Viele Käufer wählen den Härtegrad nach Vorliebe ("ich mag es lieber weich") statt nach dem tatsächlichen Körpergewicht. Eine zu weiche Matratze für schwere Personen kann die Wirbelsäule genauso falsch lagern wie eine zu harte Matratze für leichte Personen.

Fehler 3: Die Matratze ohne Bezug testen

Wenn du im Geschäft eine Matratze testest, achte darauf, wie sie sich mit einem Bezug anfühlt – der Bezug kann das Liegegefühl deutlich beeinflussen. Manche Bezüge haben Memory-Schaum-Einlagen oder Klimafasern, die das Gefühl verändern.

Fehler 4: Den Lattenrost vergessen

Eine gute Matratze kann auf einem schlechten Lattenrost ihr Potenzial nicht entfalten. Ein veralteter, durchgebogener oder falsch eingestellter Lattenrost wirkt sich direkt auf Komfort und Haltbarkeit der Matratze aus. Wenn du eine neue Matratze kaufst, überprüfe gleichzeitig den Zustand des Lattenrosts.

Fehler 5: Zertifikate nicht prüfen

Matratzen werden direkt auf der Haut genutzt – acht Stunden pro Nacht. Schadstoffe in Matratzen sind daher kein triviales Thema. Achte auf das OEKO-TEX® Standard 100 Zertifikat, das auf schadstoffgeprüfte Materialien hinweist. Weitere relevante Zertifikate sind das CertiPUR-Siegel für Schaumstoffmatratzen oder natureplus® für Naturmaterialien.

Fehler 6: Zu lange an einer alten Matratze festhalten

Viele Menschen schlafen jahrelang auf einer durchgelegenen Matratze, ohne den Zusammenhang zu Schlafproblemen oder Rückenbeschwerden herzustellen. Als Faustregel gilt: Nach acht bis zehn Jahren sollte eine Matratze ersetzt werden – früher, wenn sich deutliche Einmulden oder Verhärtungen zeigen.

Fehler 7: Nur auf den Preis achten

Weder der teuerste noch der günstigste Preis ist ein Qualitätsindikator für die individuelle Eignung. Eine teure Matratze mit falschem Härtegrad schläft schlechter als eine mittelteure Matratze mit dem richtigen. Lass dich nicht von Marketing-Versprechen leiten, sondern orientiere dich an konkreten Kriterien.

Fehler 8: Paare kaufen eine Matratze gemeinsam ohne Kompromisslösung

Wenn zwei Personen sehr unterschiedlich schwer sind oder unterschiedliche Schlafpositionen haben, ist eine einzige Matratze oft ein Kompromiss, der für niemanden optimal ist. Die Lösung: Zwei separate Matratzen mit unterschiedlichen Härtegraden, oder eine Matratze mit zwei unterschiedlichen Zonierungen pro Seite (sogenannte Komfortzonen-Trennung).

Fehler 9: Online kaufen ohne Rückgabemöglichkeit zu prüfen

Online-Matratzen können nicht vorab getestet werden. Stell sicher, dass du die genauen Rückgabebedingungen kennst, bevor du kaufst: Wie lange ist die Testperiode? Wer trägt die Kosten der Rückgabe? Gibt es Einschränkungen (z. B. muss die Matratze in der Originalverpackung sein)?

Fehler 10: Kindermatratzen wie Erwachsenenmatratzen behandeln

Für Kinder gelten andere Kriterien als für Erwachsene. Kinderkörper sind im Wachstum und benötigen feste, gut stützende Unterlage. Matratzen mit starkem Memory-Schaum oder sehr weichen Oberflächen sind für kleine Kinder nicht geeignet. Außerdem sollten Kindermatratzen besonders schadstoffarm sein.

Weitere wichtige Kaufaspekte

Pflege und Haltbarkeit

Eine Matratze hält länger, wenn sie regelmäßig gelüftet und gewendet wird (sofern sie wendbar ist). Matratzen sollten außerdem nicht dauerhaft mit dem Rahmen abgedeckt werden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Matratzenschoner können die Matratze vor Schweiß und Schmutz schützen und verlängern die Nutzungsdauer.

Anpassungsfähigkeit: Kann ich die Matratze individualisieren?

Einige Hersteller bieten Matratzen an, bei denen der Kern ausgetauscht oder gewendet werden kann, um den Härtegrad zu verändern. Das ist besonders praktisch, wenn sich das Körpergewicht signifikant ändert oder die Matratze für verschiedene Nutzer verwendet wird.

Stationärer Handel vs. Online-Kauf

Beide Wege haben Vor- und Nachteile:

Stationärer Handel: Du kannst verschiedene Modelle direkt vergleichen und bekommst persönliche Beratung. Allerdings ist das kurze Probeliegen wenig aussagekräftig, und die Auswahl ist begrenzt.

Online-Kauf: Größere Auswahl, häufig günstiger, lange Testperioden (meist 100 Nächte). Nachteil: Kein direkter Vergleich vorab, und die Rückgabe kann logistisch aufwendig sein.

Viele Verbraucher nutzen heute einen hybriden Ansatz: Sie informieren sich online, testen stationär grob, und kaufen dann online mit Rückgabemöglichkeit.

Fazit

Eine Matratze ist eine langfristige Investition in die Schlafqualität – und damit in die allgemeine Lebensqualität. Der Kauf sollte nicht überstürzt werden. Wer die wichtigsten Kriterien kennt – Schlafposition, Körpergewicht, Material, Größe und Budget – und typische Fehler vermeidet, trifft eine deutlich fundiertere Entscheidung als jemand, der sich allein von Werbeversprechen leiten lässt.

Die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst:

  • Körpergewicht und Schlafposition bestimmen den richtigen HärtegradMaterial (Kaltschaum, Federkern, Latex, Memory-Schaum) hat unterschiedliche Eigenschaften für unterschiedliche BedürfnisseGröße sollte auf das vorhandene Bett abgestimmt sein, die Länge an die KörpergrößeBudget zwischen 300 und 800 Euro reicht für die meisten Schlafenden für eine solide QualitätZertifikate wie OEKO-TEX® Standard 100 sind ein wichtiger QualitätsindikatorProbeliege-Perioden nutzen – kurzes Probliegen im Geschäft reicht nicht aus

Wenn du jetzt bereit bist, die richtige Matratze für dich zu finden, nutze unseren Matratzen-Finder. Dort kannst du deine persönlichen Kriterien eingeben und bekommst passende Empfehlungen, die zu deinem Schlaftyp, deinem Körpergewicht und deinem Budget passen. So sparst du Zeit und vermeidest teure Fehlkäufe.

Noch unsicher? Matty findet die richtige für dich.

Zum Matratzen-Finder

Häufige Fragen

Einzelmatratzen für Paare: Sinnvoll oder nicht?

Viele Schlafexperten empfehlen für Paare zwei separate Einzelmatratzen (je 90 × 200 cm) statt einer großen Doppelmatratze (180 × 200 cm). Die Vorteile: Jeder kann seinen eigenen Härtegrad wählen, Bewegungen übertragen sich nicht, und die Matratzen sind einfacher zu transportieren und zu wenden. Der Nachteil: Eine Lücke in der Mitte kann je nach Bettrahmen entstehen, obwohl es dafür spezielle Verbindungsbrücken gibt.

Passt die Matratze ins Bett?

Beim Kauf einer neuen Matratze solltest du immer zuerst die Innenmaße des vorhandenen Bettgestells messen – nicht die Außenmaße. Matratzen sollten passgenau sitzen, da ein zu großes Spaltmaß zwischen Matratze und Bettrahmen unangenehm sein und die Matratze beschädigen kann. Der Preis einer Matratze kann von unter 100 Euro bis weit über 2.000 Euro reichen. Doch was bekommt man in welcher Preisklasse?

Investitionsrechnung: Was ist eine Matratze wert?

Eine Matratze wird in der Regel acht bis zehn Jahre genutzt. Eine 600-Euro-Matratze kostet damit umgerechnet etwa 60 bis 75 Euro pro Jahr – oder weniger als 20 Cent pro Nacht. Wer den Kauf so betrachtet, merkt schnell, dass es sich lohnen kann, etwas mehr zu investieren, statt bei der Schlafqualität zu sparen. Selbst informierte Käufer machen beim Matratzenkauf typische Fehler. Hier sind die häufigsten – und wie du sie vermeidest.

Anpassungsfähigkeit: Kann ich die Matratze individualisieren?

Einige Hersteller bieten Matratzen an, bei denen der Kern ausgetauscht oder gewendet werden kann, um den Härtegrad zu verändern. Das ist besonders praktisch, wenn sich das Körpergewicht signifikant ändert oder die Matratze für verschiedene Nutzer verwendet wird.

Suche in Matratzenkauf Ratgeber: Der komplette Guide

Alle Artikel

4 Artikel

Die beste Matratze für warme Sommernächte

Wer im Sommer schwitzt, schläft schlecht – die Matratze spielt dabei eine größere Rolle, als viele denken. Atmungsaktive Materialien wie Latex, Kaltschaum oder Taschenfederkerne lassen Luft zirkulieren und speichern weniger Wärme als dichter Viskoschaumkern. Entscheidend sind außerdem der Bezug und

Artikel lesen

Welche Matratzenhärte (H1–H5) passt zu mir?

Die Wahl der richtigen Matratzenhärte ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage von Körpergewicht, Schlafposition und individuellem Körperbau. Wir erklären dir, worauf es ankommt.

Artikel lesen

Taschenfederkern vs. Kaltschaum vs. Latex – der Materialvergleich

Wer eine neue Matratze kaufen möchte, steht früher oder später vor der Frage...

Artikel lesen

Welche Matratze bei Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen haben viele Ursachen – eine ungeeignete Matratze kann sie verstärken oder sogar auslösen. Der richtige Härtegrad, das passende Material und eine schlafpositionsgerechte Unterstützung sind entscheidend. Dieser Artikel erklärt, worauf Sie beim Matratzenkauf achten sollten.

Artikel lesen